Oman - Adh Dhahirah (الظاهرة)In dieser Region Omans ist man, wenn man von Al Ain (العين) im Emirat Abu Dhabi aus die Grenze bei Mazyad (مزيد) überquert. Auf dem ersten Teilstück der Strecke streift man noch einmal kurz die Sanddünen der Wüste. Diese bieten ein ideales Versteck zum idyllischen Campen im Freien. Diese Gelegenheit habe ich leider nicht genutzt, da es noch zu früh war, das Nachtlager aufzuschlagen.

Wüste
Es folgt eine steppenartige Landschaft mit Büschen und Akazien, die von vielen Wadis durchzogen wird. Der erste größere Ort mit Hotels ist dann Ibri (عبرى). Von dort aus führt eine Straße nach Norden in die schöne Oase Bat (بات). Vor Bat zweigt eine sehr gute, kaum befahrene Straße nach Al Ayn (العين) ab. Hier hat man nun schon die ersten spektakulären Ausblicke auf das Massiv des Jebel Al Akhdar (جبل الأخضر). Insbesondere der Jebel Misht (جبل مشط), der Kamm-Berg, ist sehr beeindruckend.

Jebel Misht / جبل مشط (links)
Ganz in der Nähe von Al Ayn befindet sich dann vor der imposanten Kulisse des Jebel Misht eine Kette von Bienenkorb-Gräbern, deren Alter auf etwa 5000 Jahre geschätzt wird.


Bienenkorb-Gräber bei Al Ayn
Einen weiteren Teil der Region Al Dhahirah habe ich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten beschrieben, da diese Gegend von dort aus besser zugänglich ist.
Anders als bei einem Grenzübertritt bei Hatta (حتا), erwartet einen an Grenze bei
Mazyad (مزيد) das volle Programm mit Visa-Gebühren, Einreise- und
Ausreise-Formularen sowie Pass- und Zoll-Kontrollen.
Es macht eben einen Unterschied, ob man vom Emirat Dubai oder vom Emirat Abu Dhabi nach Oman einreist.
An der Grenze gibt es keine Wechselstube und keinen Geldautomaten. Sowas gibt's dann erst in Ibri.
Ich habe aber an einer Tankstelle einen kleinen Not-Betrag in Rial tauschen können.
Die Straße von der Grenze bis Ibri ist einfach fantastisch: wenig Verkehr, aber zweispurig mit
breitem Randstreifen von allerbester Qualität. Und Rückenwind hatte ich auch noch!

Straße Grenze - Ibri mit Wadi-Warnung
Die schwüle Hitze, die in Al Ain noch deutlich zu spüren war, nahm im Laufe der Strecke merklich ab. Dies lässt sich wohl mit dem Einfluss der Wüste und mit der zunehmenden Höhe (bis 730 m über NN) erklären