Spanien (España / E)
Für Spanien habe ich dieses Kapitel in Regionen aufgeteilt:
> Navarra
> Aragón
> Katalonien (Catalunya)
> Castilla - La Mancha
> Extremadura
> Andalusien - Süden (Andalucía - Sur)
> Andalusien - Norden (Andalucía - Norte)
Spanier sind nett. Fragt man auch nur eben mal nach dem Weg, kommt es häufig vor, dass man in einer freundlichen Geste am Arm angefasst wird oder nach dem Vornamen gefragt wird. Englischkenntnisse helfen einem in Spanien meist überhaupt nicht weiter. Man könnte ebenso gut Bayrisch reden. Daher braucht man etwas Spanisch, um nicht zu verhungern, und viel Spanisch, um sich zu unterhalten zu können.
Die meisten Straßen Spaniens sind ziemlich neu und haben daher einen optimalen Fahrbahnbelag, der einen hohen Fahrkomfort bietet. Sehr abgelegene Nebenstraßen können dafür in beliebig schlechtem Zustand sein.

Optimaler Fahrbahnbelag und breiter Randstreifen
Die mit N gekennzeichneten National-Straßen (carreteras nacionales) haben in der Regel einen breiten Randstreifen, der in sehr gutem Zustand ist. Die restlichen Straßen (carreteras secundarias) sind nach der Region oder Provinz benannt. (In Andalusien und Aragón sind nicht alle mit A gekennzeichneten Straßen Autobahnen.) Hier kann auch mal der Randstreifen fehlen. Das Verkehrsaufkommen auf den Straßen ist je nach Gebiet sehr unterschiedlich. Die Autovías (nicht die Autopistas) werden häufig auch von Radfahrern benutzt. Sie haben einen sehr breiten Randstreifen, jedoch auch viel Verkehr. Man sollte beachten, dass manche Autovías auch für Radfahrer gesperrt sein können.
In spanischen Ortschaften sind die Straßen des Öfteren gepflastert, was auf einem bepackten Trekking-Rad sehr unangenehm sein kann. Hinzu kommen häufig starke Steigungen. Bei der abendlichen Hostal-Suche empfiehlt es sich, den Weg entsprechend zu optimieren.
Mein Eindruck ist, dass die spanischen Autofahrer auf Radfahrer eine besondere Rücksicht nehmen. So wird eigentlich immer ein guter Sicherheitsabstand zum Radler eingehalten. Im krassen Gegensatz dazu schenken sich Autofahrer untereinander nichts. Da wird gedrängelt, geschnitten und gehupt was das Zeug hält. Die Schere zwischen Straßenverkehrsvorschrift und ihrer Einhaltung klafft in Spanien um einiges stärker auseinander als in Deutschland. So darf man in Baustellenbereichen oft nur 20 km/h fahren. (in Deutschland wären es wohl 30 km/h) Dort wird dann eben mal mit 80 km/h durchgebrettert. Ich hätte da jedenfalls große Angst um meinen Lappen. Das Schöne ist ja, dass man sich als Radler solche Sorgen nicht machen muss.
Ein großer Nachteil für Radwanderer in Spanien ist, dass die Beförderung von Fahrrädern mit der Bahn (RENFE) äußerst problematisch ist. Eines bis dahin schönen Abends stand ich mit meinem Ticket am Bahnhof von Gijón und wollte mit einem Express-Zug über Madrid nach Badajoz. Dies schien auch nach Aussage des freundlichen Mannes am Schalter auch möglich zu sein. Bald verdeutlichten mir jedoch einige RENFE-Angestellte, dass ich den Lenker und die Pedale des Fahrrades abschrauben müsse, damit dies in eine Box passt: "¡Bicicleta embalada!" Da ich dafür kein Werkzeug dabei hatte, musste ich das Ticket annullieren und die Tour umplanen. Ärgerlich, vielleicht hätten mir bessere Spanisch-Kenntnisse dies seinerzeit ersparen können.
Man könnte nun auf die Idee kommen, die Fahrzeit ein wenig abzukürzen, indem man per Anhalter fährt. Dabei sollte man jedoch beachten, dass in vielen Gebieten Spaniens aufgrund der dünnen Besiedlung selten ein passendes Gefährt vorbeifährt.
Im Landesinneren Spaniens gibt es während eines Tages sehr hohe Temperaturschwankungen. So können ab ca. 15 Uhr hohe Temperaturen ein Weiterfahren zur Qual werden lassen. Trotz zahlreicher schattenspendender Bäumchen unweit der Straße, ist es häufig schwer, ein geeignetes Pausen-Plätzchen zu finden, da sich diese in der Regel auf einer eingezäunten Hacienda befinden. Meist stellt auch schon der tiefe Graben neben der Straße eine theoretisch denkbare Pause in Frage.
Gut zu wissen ist, dass auf dem Lande die meisten Geschäfte um die Mittagszeit schließen und erst wieder gegen 18 Uhr öffnen. Spanier leben anders nach der Zeit und machen alles viel später als wir Mittel-Europäer. Restaurants öffnen abends häufig erst um 21 Uhr. Vorher gibt es dann für den ausgehungerten Radler auch nichts Gescheites zu beißen.
| Die folgende Tour geht durch den äußersten Süden Andalusiens. Hier gibt es ein paar schöne Gebirge, wie die Sierra de Ubrique und die Sierra de Grazalema, die zum Rad- und Fußwandern einladen. Einen schönen Ausblick bietet die CA 531 von Grazalema nach Zahara de la Sierra, die über den Puerto de las Palomas führt. Zudem machte ich zwei kleine Abstecher nach Gibraltar und nach Marokko. (Marokko ist nicht mit auf dem Track.) | ||||
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| Tour durch Andalusien 2005 | 374 km | 2D-1 2D-2 | 3D-1 3D-2 | GPS-Track als GPX-Datei |
| Die folgende Tour geht durch die Sierranía de Cuenca in Castilla - La Mancha. Dort muss man nicht wie Don Quijote gegen Windmühlen ankämpfen, aber gegen ein paar Steigungen, die jedoch nicht allzu steil verlaufen. Die Straßen dort sind gut und nicht besonders stark befahren, ideale Radwander-Bedingungen also. Auf der recht kurzen Strecke gibt es ziemlich viel zu sehen. | Tour durch Castilla - La Mancha 2006 (mit Fuß-Wanderungen) | 238 km | 2D-1 2D-2 | 3D-1 3D-2 | GPS-Track als GPX-Datei |
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| Die Tour durch Aragón startet und endet im Vall de Boí, das zu Katalonien gehört. Sie führt über meist gut ausgebaute Nationalstraßen an vielen türkisblauen Stauseen vorbei. Es sind auch ein paar Pässe zu bezwingen, und eine tiefe Schlucht namens Congosto de Ventamillo ist auch dabei. Von Benasque und Barruera aus kann man zu verschiedenen Fuß-Wandertouren aufbrechen. Die Wandertour zum Estany Negre ist auf meiner Katalonien-Seite beschrieben. | ||||
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| Tour durch Aragón 2007 (ohne Fuß-Wanderungen) | 280 km | 2D-1 2D-2 | 3D-1 3D-2 | |
| Tour durch Aragón 2007 (mit Fuß-Wanderungen) | 351 km | 2D-1 2D-2 | 3D-1 3D-2 | GPS-Track als GPX-Datei |
| Die folgende Tour geht durch den nordandalusischen Parque Natural de las Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas und endet in Castilla - La Mancha am Nacimiento del Río Mundo. Der Park ist ideal zum Rad-Wandern. Es gibt wenig Verkehr und die Autos dürfen größtenteils nur 40 km/h fahren. Am Centro de Visitantes bin ich dann zu einer langen Fuß-Wanderung am Río Borosa bis zur Laguna de Valdeazores aufgebrochen. | ||||
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| Tour durch den PN de Cazorla, Segura y Las Villas 2008 | 120 km | 2D-1 2D-2 | 3D-1 3D-2 | GPS-Track als GPX-Datei |
Das Freeware-Programm zur Erstellung der 3D-Höhenprofile habe ich hier her: www.gps-freeware.de Vielen Dank dafür!
Für das erste 2D-Höhenprofil habe ich das Programm MapSource™ von Garmin™ verwendet.