Ausrüstung

Vorweg: Die Ausrüstung ist immer individuell verschieden. Jeder nimmt auf seinem Fahrrad das mit was er braucht:

Holztransport in Zambia

Holztransport in Zambia

Meine Ausrüstung sieht so aus:

Mein Rad

Mein Rad

Man sollte sich über den Sinn und Zweck jedes einzelnen Ausrüstungsgegenstandes schonungslos Gedanken machen: "Werde ich den Walkman auch wirklich benutzen?", "Sind Handtücher nicht Luxus?", "Fußpilzsalbe wiegt doch weniger als Badelatschen, oder?"

Insgesamt transportiere ich ein Gewicht von bis zu 30kg, darin eingerechnet Nahrung und 5l Getränke. Man möchte ja auch ein wenig Komfort genießen. Immerhin hat man ja Urlaub! So verzichte ich auch alleine niemals auf mein Nallo-3-Zelt (für 3 Personen). In diesem habe ich immer schön viel Platz und mein Gepäck ist auch im Trocknen.

Als Fahrrad tat es bei mir bisher immer ein stabil gebautes Sportrad mit 32mm-Reifen. Dies war jedoch auf den schlechten Straßen Portugals etwas hart. Sodann habe ich mir einen Koga-Miyata Traveller geleistet, mit dem ich sehr zufrieden bin. Nun merke ich an den Fahreigenschaften kaum noch, ob ich gerade mit oder ohne Gepäck fahre.

Mein Cockpit

Mein Cockpit

Sehr hilfreich ist ein GPS-Empfänger. So hat man weniger Orientierungs-Probleme, da man immer weiß, wo und wie hoch man gerade ist. Und später hat man eine genaue Fahrstatistik und ein Höhenprofil. Wichtig ist mir auch eine Lenker-Tasche mit einer großen Karten-Halterung.

Die Fahrrad-Taschen sollten wasserdicht sein. Gute Erfahrung habe ich da mit den Ortlieb-Taschen gemacht. Andere Taschen tun's aber auch, wenn man sich für diese einen geeigneten Regenüberzug besorgt. Sehr gut gefällt mir eine Hinterradtaschen-Kombination, die aus drei Teilen besteht und bei der man den oberen Teil auch als Rucksack benutzen kann.

Insbesondere ein Daunen-Schlafsack muss unbedingt trocken bleiben. Dafür wiegt er aber auch weniger. Für warme Nächte habe ich einen dünnen Schlafsack auch Polyester. Wird es kälter, so ergänze ich diesen mit einer zuknüpfbaren Daunen-Decke.

Eigentlich braucht man nur wenig Kleidung auf einer Radtour. Während der Fahrt sollte man auf keinen Fall Baumwoll-Sachen tragen. Fahrrad-Kleidung aus Polyester kann man abends schnell mal auswaschen. Für kältere Tage braucht man eine Fleece-Jacke, die Nässe schnell nach außen abführt. Da Fleece kaum einen Schutz vor Wind bietet, benötigt man dann noch einen Wind-Breaker, der zudem auch ein paar Regentropfen abwehren kann. Für den Abend reicht es, eine Bekleidungsgarnitur (Baumwollpullover, -hemd und Jeans) mitzunehmen. Die Menge der Unterwäsche verhält sich dann umgekehrt proportional zur Motivation, die Wäsche zu waschen.

Was ich für eine längere Radtour als sehr wichtig erachte, ist eine gute Polsterung an den Berührungspunkten von Rad und Radfahrer. So habe ich immer einen Gel-Sattelüberzug, ein dickes Lenkerband und stark gepolsterte Radfahrer-Handschuhe dabei. Damit in den Händen kein Nerv abgedrückt wird, wechsele ich zudem sehr häufig die Griffposition am Lenker. Dafür eignet sich sehr gut ein Renn-Lenker (Maës-Bügel). Ist doch mal ein Nerv in der Hand abgedrückt, dann ist dies keine Katastrophe. Wenn man die Hände schont, kann man die Finger in ein paar Tagen wieder normal bewegen.

Ich habe eine Check-Liste mit Ausrüstungs-Gegenständen zusammengestellt, die auf meinen persönlichen Erfahrungen beruht. Dabei habe ich versucht, die Gegenstände etwas zu gliedern. So sind z.B. die Sachen aus der Tabelle Camping-Ausrüstung überflüssig, wenn man nur in Pensionen übernachten will. Wer Kochen hasst (so wie ich), kann Gewicht (aber nicht Geld) sparen, indem er die Sachen aus der Tabelle Koch-Ausrüstung nicht mitnimmt und dafür immer Essen geht. Härter ist es wohl, die Entertainment-Sachen daheim zu lassen. Die letzen beiden Spalten einer Tabelle können zum Abhaken genutzt werden, z.B. als eingekauft und eingepackt, aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
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